Handwerks- und Industriebeleuchtung

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Handwerks- und Industriebeleuchtung

Nirgends sind die Anforderungen an eine Beleuchtung höher als im Handwerk und der Industrie. Sie hat direkten Einfluss auf die Sicherheit und Produktivität der Arbeitskräfte. Vor allem Lagerräume sind oft sehr groß und besitzen wenige Fenster. Trotzdem müssen alle dort stattfindenden Sehaufgaben ohne Probleme zu lösen sein. Auch der reibungslose Schichtbetrieb setzt eine optimale Beleuchtung voraus. Ohne am Aspekt der Sicherheit zu sparen, sollte sie zugleich so kosteneffizient wie möglich ausfallen.

Doch was macht die richtige Industriebeleuchtung so ausschlaggebend?

Die richtige Beleuchtung bestimmt die Qualität und Sicherheit der Arbeitsvorgänge im Handwerk sowie in der Industrie. Wer gut sieht, kann gute Leistungen vollbringen. Besonders feine Arbeiten werden oft erst durch das richtige Licht ermöglicht. Hindernisse, Waren, Personen und Etiketten müssen insbesondere beim Umgang mit Maschinen gut zu erkennen sein. Dadurch wird das Unfallrisiko immens minimiert und das Leistungspotential der Mitarbeiter deutlich besser ausgeschöpft.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen hängt stark mit seinem Umfeld zusammen. So hat Licht beispielsweise eine bremsende Wirkung auf die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Gerade im Schichtbetreib und in großen weiten Räumen mit wenigen Fenstern ist es also nötig dem eingeschränkten Sonnenlicht mit der richtigen Beleuchtung entgegenzuwirken. Somit wird der Müdigkeit vorgebeugt und die Konzentrationsfähigkeit deutlich erhöht.

Neben den Aspekten der Sicherheit und Leistungsfähigkeit begründen auch wirtschaftliche Motive eine optimierte Handwerks- und Industriebeleuchtung. Die Beleuchtung kann bis zu 80 % der Energiekosten eines Lagerhauses ausmachen, wodurch sie so effizient und kostengünstig wie möglich zu halten ist. Durch höhere Lebenszeiten und niedrigeren Energieverbrauch lässt sich viel Geld einsparen. Eine energieeffiziente und langlebige LED-Beleuchtung kann somit einen entscheidenden Einfluss auf Ihr Betriebsergebnis haben.

Auf was ist bei der Industriebeleuchtung zu achten?

Bei der Planung und Ausarbeitung eines passenden Beleuchtungskonzepts für Ihr Gewerbe sind einige Vorschriften zu beachten. So ist die Beleuchtung von Arbeitsstätten in der offiziellen Norm DIN EN 12464-1 geregelt. Diese orientiert sich an folgenden Kriterien:

  • Ausreichende Beleuchtungsstärke
  • Geeignete Leuchtdichteverteilung
  • Passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe
  • Vermeiden von Flimmern
  • Einschränkung großer Varianzen des Lichts in Farbe und Niveau
  • Optimale Lichtrichtung
  • Begrenzung von Direkt- und Reflexblendung

Die richtige Beleuchtungsstärke:

An erster Stelle wird eine ausreichende Beleuchtungsstärke aufgeführt. Mit ihr wird angegeben, wie viel Lichtstrom tatsächlich auf eine Fläche trifft. Sie bezeichnet die Lumen pro Quadratmeter und wird in der Einheit Lux (lx) gemessen. In der Norm wird klar festgelegt welche Beleuchtungsstärke in den verschiedenen Arbeitsbereichen mindestens erreicht werden muss, damit Sehaufgaben ohne Probleme durchgeführt werden können. So sollen Lagerhallen beispielsweise mit 100 Lux ausgeleuchtet sein, um den Arbeitern eine ausreichende Orientierung zu ermöglichen. Folgende weitere Beleuchtungsstärken im Industriebereich werden in der Norm aufgeführt:

  • Dauerhaft besetzte Lagerräume: 200 Lux
  • Versand – und Verpackungsräume: 300 Lux
  • Fahrwege ohne Personenverkehr: 20 Lux
  • Fahrwege mit Personenverkehr: 150 Lux
  • Leitstand: 150 Lux

Bei den angegebenen Werten handelt es sich immer um die minimale Beleuchtungsstärke, die nicht unterschritten werden darf.

Was ist UGR 19?

Neben der Beleuchtungsstärke legt die Norm auch Vorgaben zur Direkt – und Reflexblendung fest. In diesem Zusammenhang steht UGR für Unified Glare Rating und bezeichnet die einheitliche Blendwirkung. Diese wird nicht von einem einzelnen Leuchtmittel gemessen, sondern von der gesamten Beleuchtungsanlage eines Raumes. Dabei sind die Werte auf einer Skala von 10 (=keine Blendung) bis 30 (=sehr starke Blendung) eingeordnet. Ab wann sich ein Mensch geblendet fühlt ist abhängig von dessen subjektivem Empfinden, jedoch sollte die Beleuchtung laut offizieller Norm einen UGR Wert von 19 nicht überschreiten.

Was bezeichnet die Schutzklasse & Schutzart?

Die optimale Beleuchtung sollte nicht nur der Norm entsprechen, sondern auch ihren tatsächlichen individuellen Anforderungen gerecht werden. Gerade in Industrie und Handwerk ist das Spektrum der Anwendungsbereiche groß. Häufig wird die Beleuchtung besonders stark beansprucht. Um mögliche Unfälle und vorzeitige Defekte zu vermeiden, ist stets auf Schutzklasse und Schutzart der Leuchtmittel zu achten.

Die Schutzklasse bestimmt die Sicherheitsmaßnahmen gegen das Berühren eines elektrischen Betriebsmittels zur Verhinderung eines elektrischen Schlages. Nach Norm EN 61140 sind für Leuchten drei Schutzklassen definiert, die mit den römischen Ziffern I bis III abgebildet werden.

Schutzklasse I: Alle berührbaren, leitfähigen Teile einer Leuchte sind mit dem Schutzleiteranschluss verbunden, um im Notfall den Fehlstrom abzuleiten.

Schutzklasse II: Alle spannungsführenden Teile müssen mit einer zusätzlichen, verstärkten Schutzisolierung versehen sein.

Schutzklasse III: Leuchten der dritten Klasse werden mit der sogenannten Schutzkleinspannung betrieben (beispielsweise 12 Volt).

Die Schutzart hingegen beschreibt den Schutz der Leuchte selbst gegen äußere Einflüsse. Sie wird mit dem IP-Nummernsystem gekennzeichnet. Dieses setzt sich aus zwei Ziffern zusammen, wobei die erste den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern meint und die zweite den Schutz gegen Wasser. Zu den häufigsten Schutzarten gehören:

IP 23: Geschützt gegen feste Fremdkörper > 12 mm und Sprühwasser.

IP 44: Geschütz gegen feste Fremdkörper > 2,5 mm und Spritzwasser.

IP 65: Dicht gegen Staub und geschützt gegen Strahlwasser.

IP 67: Dicht gegen Staub und geschützt gegen zeitweises Eintauchen.

IP 68: Dicht gegen Staub und geschützt gegen dauerndes Untertauchen.

Warum sind LEDs für diese Aufgaben optimal geeignet?

Um das maximale aus Ihrer Beleuchtung herauszuholen, empfehlen wir Ihnen auf LED-Leuchten zurückzugreifen. Diese eignen sich perfekt für die Industriebeleuchtung und bringen einige entscheidende Vorteile mit sich:

  • LEDs haben eine deutlich höhere Lebensdauer und eine niedrigere Ausfallquote als konventionelle Leuchtmittel.
  • Durch ihren geringen Energieverbrauch werden laufende Kosten gesenkt.
  • Das LED-Licht verursacht keine Wärmestrahlung, das Einbrennen von Kühl- und Schmiermitteln wird somit verhindert.
  • LED Leuchtioden sind durchaus robust und unempfindlich gegen Stöße und Vibrationen.
  • Einschaltverzögerungen bleiben komplett aus.

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