Allein im Großraumbüro: Sara Mrozik im Interview

07.05.2020

Sara Mrozik arbeitet im Customer Service bei lichtbasis und betreut überwiegend Kunden aus dem Projektgeschäft. Sie ist eine der wenigen, die aktuell nicht im Home Office arbeitet.

 

 

N.J.: Hi Sara.

S.M.: Hi Nadine.

N.J.: Super, dass du unsere Podcast Reihe weiterführst.

S.M.: Sehr gerne. Danke, dass ich dabei sein darf.

N.J.: Wir haben ja schon im Vorfeld überlegt, welchen Titel das Interview bekommen soll und sind bei "Sara allein im Büro" hängen geblieben.

S.M.: Das passt ganz gut, ich bin hier ja seit Wochen allein im Büro.

N.J.: Dazu muss man sagen, du sitzt in einem Großraumbüro und bist normalerweise von vielen Kollegen umgeben, von Gesprächen, Telefonaten und meistens auch guter Stimmung. Wie ist das für dich? Ein komisches Gefühl oder ist die Ruhe auch mal ganz angenehm?

S.M.: Grundsätzlich ist es ein sehr komisches Gefühl. Der erste Tag war sehr ruhig, ein bisschen gespenstisch sogar. Inzwischen muss ich sagen, ist die Ruhe recht angenehm und es ist seltsam, wenn Leute da sind, weil sie etwas abholen müssen oder wenn man abteilungsübergreifend kommuniziert. Aber wir sehen uns über Videochat des Öfteren und halten engeren Kontakt.

N.J.: Es funktioniert also, dass ihr euch im Team absprecht – mit Online Tools oder wie löst ihr das insgesamt?

S.M.: Genau, wir haben gute Unterstützung von unserer IT bekommen. Wir konnten sehr schnell die Kommunikation ins Home Office aufrechterhalten und wir nutzen Microsoft Teams und können über Videochats, Meetings kommunizieren und machen das regelmäßig, eigentlich täglich. So verliert man nicht den Bezug zu den Kollegen, ist also echt Top.

N.J.: Und darüber machen wir auch jetzt gerade unser Interview.

S.M.:  Ganz genau.

N.J.: Ihr habt auch erst letzten Monat Verstärkung im Customer Service bekommen. Wie ist das Onboarding bisher gelaufen?

S.M.: Jobstart in Corona-Zeiten ist nicht ganz so einfach. Das hat uns alle ein bisschen aus der Bahn geworfen. Ich muss aber sagen, den Umständen entsprechend läuft das richtig, richtig gut. Wir machen viel über Home Office, über Teams. Die Kollegin ist jetzt auch im Büro selbst und mit dem Sicherheitsabstand und den -vorkehrungen schaffen wir es auch, sie einzulernen in die ganzen Prozesse. Es ist viel Eigeninitiative für sie, aber dadurch lernt sie auch die Sachen viel tiefgründiger und vielleicht sogar noch ein bisschen besser als unter „normaleren“ Umständen.

N.J.: Eine ungewohnte Situation, aber ist ja trotzdem schön, dass ihr euch im Team zusammenfindet und dass sie in die Arbeit reinkommt.

S.M.: Ja, absolut.

N.J.: Du hast in deiner Arbeit auch viel Kontakt zu Lieferanten, besonders zu unserem finnischen Premium Partner LIVAL. Was hörst du aus Finnland, wie ist dort die Stimmung?

S.M.: Richtig, wir haben auch trotz Corona noch regen Kontakt. Aktuell ist die Stimmung dort oben verhältnismäßig gut. Wir haben über Corona gesprochen. Unsere Lieferanten sind zum Glück nicht so betroffen, wie wir es am Anfang vielleicht vermutet hätten. Wir werden nach wie vor regelmäßig beliefert, wir bekommen weiterhin unsere Auskünfte und ich muss fast sagen, dank Corona ist der Kontakt vielleicht sogar noch ein bisschen intensiver geworden. Wir tauschen uns mehr aus, gerade weil wir pünktliche Lieferungen brauchen. Das läuft alles sehr gut und die Stimmung ist nach wie vor positiv.

N.J.: Ich habe auch festgestellt, man kommuniziert jetzt auf einer persönlicheren Ebene. Mir gefällt auch der Abschluss einer E-Mail gut, dass man sagt „Bleiben Sie gesund“. Es ist natürlich noch Business, aber mit einem Pünktchen mehr Persönlichkeit.

S.M.: Ja doch, das gefällt mir auch sehr gut. Man kommt mehr ins persönliche Gespräch.

N.J.: Dann hätte ich zum Abschluss auch noch eine persönliche Frage an dich: Es wurden erst gestern wieder neue Lockerungen der Corona Maßnahmen angekündigt. Hast du dir schon überlegt, was du als Erstes machen wirst, wenn wieder „Quasi-Normalität“ einkehrt?

S.M.: „Quasi-Normalität“ trifft es ganz gut. Ich glaube, die Normalität wird noch lange nicht so sein, wie sie vorher war, wenn sie überhaupt wieder so werden wird. Ja, ich habe mir überlegt, was ich als Erstes machen möchte und zwar meine Familie besuchen. Die wohnt 300 km entfernt und da durfte ich aktuell natürlich nicht hinfahren. Da freue ich mich schon sehr drauf. Alle möglichen Geburtstage nachfeiern, Ostern nachfeiern. Das Nächste wird definitiv ein Biergarten-Besuch mit den engsten Freunden in der Umgebung sein.

N.J.: Ohja, das klingt gut. Da können wir einigen nachholen.

S.M.: Ich freue mich darauf.

N.J.: Super, Sara. Ich danke dir für das Gespräch.

S.M.: Danke ebenfalls.

N.J.: Mach‘s weiterhin gut.

S.M.: Bleib gesund, bis bald!