Die Bedeutung von Oberflächen für gutes Licht (Teil 2)

14.10.2020

Zu einem optimalen Lichtkonzept gehört auch, sich mit den Oberflächen des Raums auseinander zu setzen.

Zwei Faktoren sind dabei entscheidend:

1) Die Farbigkeit:

Licht kann reflektiert, transmittiert oder absorbiert werden. Wenn wir einen Gegenstand rot sehen, werden alle Farben des Spektrums absorbiert und in Wärme umgewandelt bis auf die Farbe Rot – das Rot wird zurück in unser Auge reflektiert. Bei Mischfarben werden mehrere Wellenlängen reflektiert.

Helle Farbtöne: Reflektieren den größten Teil der Strahlung zurück in den Raum. Helle Wände sorgen somit für Interreflexionen im Raum und tauchen ihn in weiches Licht.

Dunkle Farbtöne: Absorbieren die meiste Strahlung und reflektieren nur wenig Licht zurück in den Raum – das Licht wird einfach „geschluckt“.

Was gerne unterschätzt wird: Auch farbige Flächen wie rot gestrichene Wände oder blaue Möbel haben einen Einfluss – auf unsere Emotionen, aber auch auf das Ambiente im Raum. Große farbige Flächen geben diese Farbe zu einem gewissen Anteil zurück in den Raum und können andere Gegenstände „einfärben“.

Diese Erkenntnis ist wichtig für Räume, in denen sich Menschen im Spiegel betrachten sollen. Dort ist es ungünstig, Wände beispielsweise grün zu streichen. Das auf die Haut reflektierte Grün lässt die Haut fahl und kränklich wirken und verfälscht das Erscheinungsbild von Haarfarben. Vor allem in Umkleidekabinen, in Kosmetikstudios oder beim Friseur sollte man sich den Einsatz großflächiger Farben also gut überlegen.

 

2) Die Oberflächenbeschaffenheit:

Auch ob eine Fläche matte oder glänzende Eigenschaften hat, hat einen Effekt darauf, wie wir sie wahrnehmen.

Mattigkeit: Auf matten (rauen) Flächen wird das Licht diffus gestreut. Wir sehen die Fläche aus allen Richtungen gleich - egal, von wo das Licht auf sie fällt.

Glanz: Glänzende (glatten) Flächen reflektieren Teile des Lichts zurück in eine bestimmte Richtung.

Dieses gerichtete Licht kann zu Reflexblendung führen, je nachdem, aus welchem Blickwinkel wir sie betrachten. Reflexblendung erschwert uns das Sehen von Kontrasten und ermüdet dadurch das Auge. Mit müden Augen arbeitet es sich schlecht. Im Arbeitsumfeld ist es daher eine gute Idee, keine Hochglanzmöbel, sondern nur matte Oberflächen einzusetzen.

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